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Geisterritter: Der Inhalt

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Die diesjährige Inszenierung “Geisterritter“ (2011) basiert auf dem gleichnamigen Jugendroman von Cornelia Funke. Sie ist mit weit über 20 Kinder- und Jugendromanen eine auch international überaus erfolgreiche Autorin, die für ihr Oeuvre inzwischen mehr als zwei Dutzend Preise und Auszeichnungen erhielt, darunter das Bundesverdienstkreuz. Etliche Titel wurden verfilmt, darunter „Herr der Diebe“, „Die wilden Hühner“ und „Tintenherz“ oder für das Theater und die Oper adaptiert.

„Mit elf gibt es nichts Schlimmeres als Freunde, die dieselben Süßigkeiten mögen“, findet Jon Whitcroft, der gerade von seiner Mutter auf ein Internat in Salisbury geschickt wurde. Obwohl, von seiner Mutter auf ein Internat geschickt zu werden, weil man ihren neuen Vollbart-Freund nicht mag und nächtelang Grabsteine mit seinem Namen gezeichnet hat, das ist vielleicht doch schlimmer. Im englischen Salisbury erwarten Jon neben Dauerregen, dunklen Gemäuern, unnützen Regeln und scheußlichen Schuluniformen auch ein Zimmer, das er sich mit drei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn bereits in seiner ersten Nacht im Internat erscheinen – als wenn sein Heimweh nicht schon schlimm genug wäre-  plötzlich drei Geister, die ihm nach dem Leben trachten. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit blutrünstigen Geistern auskennt: Ausgerechnet ein Mädchen und ihre verrückte Großmutter…

Ein Internatsaufenthalt wider Willen und eine allzu lebendige Geisterschar – Cornelia Funke verbindet in ihrem Roman beides mit historisch belegten Hintergründen und Schauplätzen. In einigen der „Geister“ lässt Cornelia Funke historisch belegbare Persönlichkeiten wieder auferstehen, so zum Beispiel William Longspee, der als Halbbruder von Richard Löwenherz in ihrem Roman denen hilft, die ihn in höchster Not um Hilfe bitten.

So erzählt unser diesjähriges Stück von Ängsten und deren Überwindung, von Freundschaft und Gruppenkonflikten, von „doofen“ Mädchen und dem ersten Kuss, von familiären Problemen und dem ach so schwierigen Erwachsenwerden, um die Handlungsebene dann in eine Welt des schaurig-gespenstischen Erlebens zu verlagern, bevölkert von nach dem Leben trachtenden Dämonen und guten Geistern. Eine Handlung voller spannender, unvorstellbarer Abenteuer – und alles wird am Ende gut!

Die Zuschauer erwartet diesmal ein zauberhaftes Bühnenspektakel, mit einem opulent fantastisch gestalteten Bühnenbild, mit einem musikalischen Repertoire zwischen Rap und Rock und magisch-mysteriösen Tanzeinlagen sowie ein Szenario, das der Spielfreude der Schauspieler alle Möglichkeiten eröffnet.

Grafik: Maria Kurowski